Martinszug und -feuer 2017

Zug durchs Musikerviertel begeistert die Weststädter

Am Montag den 13.11.2017 fand der alljährlicheder Michaelschule Martinszug mit abschließendem Martinsfeuer am Standort Haydnstraße statt. Im Viertel ist dieser Zug seit Jahren ein beliebtes und von den Anwohnern mit viel Liebe und Engagement begleitetes und mitgestaltetes Ereignis.

Mit zauberhaften, sehr unterschiedlichen Laternenmotiven treffen sich Kinder, Familien und Kollegium am späten Nachmittag vor dem Schulgebäude in der Rheinbacher Straße. Natürlich darf St. Martin mit Pferd und die traditionelle Musikkapelle nicht fehlen. Alle sind pünktlich zur Stelle und so kann der Zug seinen traditonellen Weg antreten. Unter den Laternen befinden sich dieses Jahr zarteste Seerosen, Motive aus der Martinsgeschichte – bunt oder als Scherenschnitt, Herbstblätter mit Igelchen, orientalische filigrane Muster und buntleuchtende Häuser.
Eltern und Kollegium tragen die weißen Liederlaternen, die Carolynne Schwarze-Zander wieder zusammen mit einigen ehemaligen Michaelschuleltern gefertigt hat und die zugunsten des Fördervereins vor dem Beginn des Martinszugs verkauft wurden. Und auch so manches „große“ ehemalige Kind reiht sich in den Zug ein, mit einer Laterne aus der eigenen Michaelschulzeit und wehmütig-frohem Blick.

Die Menschen im Viertel zelebrieren das gerne – der Zugweg ist bunt und leuchtend geschmückt, Feuerschalen brennen, es werden Getränke und kleine Snacks gereicht. Auf dem Schulhof der Haydnstraße haben bewährte Elternhände während des Zuges ein großes Feuerholz aufgestapelt und entzündet – nach dem Motto „das soll ein anständiges Feuer werden“.
Als die Kinder dort eintreffen, bilden sie ein großes Rund um das Feuer, Klasse neben Klasse mit den schönen leuchtenden Laternen. Die Kapelle spielt noch etliche Martinslieder, die Laternen leuchten und flackern mit dem großen Feuer um die Wette. St. Martin bewundert die Laternen und grüßt die Kinder.
Welch ein Erlebnis! Und dann darf natürlich der leckere Kakao für die Kinder nicht fehlen. Den Glühwein für die Eltern können die Lehrerinnen dieses Jahr aus dem neuen schuleigenen Wärmetopf ausschenken.

Ja und dann – dann stieben die Kinder in alle Himmelsrichtungen davon, hinein ins Viertel, die Treppen hinauf, Klingel um Klingel gedrückt, die Lieder an ihren Laternen gesungen, schüchtern oder mutig, leise oder laut, mit Instrumenten oder „nur“ gesungen – und keinen Schritt gewichen, ehe nicht etwas in die aufgehaltenen Schnörzebeutel gefallen ist „…hier wohnt ein reicher Mann, der uns was geben kann. Viel soll er geben, lange soll er leben…“. Und nach jedem Haus wird schnell heimlich in der Hand gewogen, ob der Schnörzebeutel schon schwerer geworden ist…

Vielen Dank an St. Martin und sein Pferd, „der Martinsmann, der zieht voran…“. Vielen Dank an die Blechbläser des EMA-Gymnasiums, die uns wie jedes Jahr während des Zuges und am Martinfeuers mit den schönen Martinsliedern erfreuten. Großer Dank natürlich auch an die Feuerwehr, die am Ende der Veranstaltung das Martinsfeuer und die Glutnester löschte und nicht zu vergessen an unsere Gute Seele der Schule, Frau Opas, und die tollen Eltern, die auch in diesem Jahr geholfen haben, die feuerfesten Platten und das Holz für das Martinsfeuer zu organisieren und aufzubauen.

[Text, Fotos: Isabel Ruland]

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